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Lekku von Natascha Stumpp

 

Die Rasse der Twi'lek zeichnet sich durch ihre vielen Hautfarben und auffälligen Tentakel an den Köpfen aus. Diese Tentakel werden Lekku genannt und man sieht die Twi'leks (männlich wie weiblich) meistens mit zwei Lekku. Jedoch kommt es auch mal vor, dass ein Twi'lek mehr wie zwei oder sogar nur einen Lek hat.

Es gibt viele Methoden wie man das Kopfteil machen kann und hier ist meine Umsetzung. Vorab ist anzumerken, dass diese noch nicht perfekt ist und ich mein nächstes Kopfteil etwas optimieren werde um den Tragekomfort zu verbessern.

Als erstes habe ich einen Styroporkopf genommen und Stücke von Weidezaundraht dort hineingesteckt wo die Lekku sitzen sollen. Diese kann man dann schön in Form bringen und einfach mit Tesa verbinden. Damit die Lekku auch Volumen bekommen einfach mit etwas ausstopfen was den Draht nach Außen drückt.

Danach kommen einige Schichte Kreppband drum herum bis alle Kanten weg sind und das Kopfteil schon langsam natürliche Formen annimmt.

ACHTUNG: Die Styroporköpfe sind meistens kleiner wie echte Köpfe. Daher sollte man seinen kurz ausmessen und den Styroporkopf mit Kreppband oder anderem Material auf den passenden Umfang bringen.

   

Nun beginnt ein sehr zeitraubender Prozess. Aus dem noch fragilen und unebenem Stück müssen wir eine stabile und glatte Oberfläche zaubern. Stabil sollte es deswegen sein, damit der Kopf das Trennen vom Latex später überlebt. Ich habe das gesamte Kopfteil immer wieder mit Modellbaugips eingeschmiert und in Form geschliffen. Dabei empfehle ich das Tragen von Atemschutzmasken. Modellbaugips ist nicht so hart und lässt sich super mit der Hand schmiergeln. Jedoch ist er auch brüchiger. Darum habe ich den Gips, sobald ich mit dem Kopf zufrieden war, noch kurz mit Acryl Tiefengrund behandelt, damit er nicht so schnell bricht.

Nun folgt das Auftragen der Latexmilch. Dazu habe ich 500ml dünnflüssiges eingefärbtes Naturlatex von Latex-24.de verwendet. In flüssiger Form (linkes Bild) ist es sehr viel heller als in ausgehärteter Form (rechtes Bild). In den unten zu sehenden Bildern sieht man die Ohren die zum Kopfteil gehören. Für sie habe ich eine Zitronenpresse ausgesägt und einen dicken Nylonstrumpf drübergestülpt, damit die Rillen der Presse nicht allzu stark sichtbar sind. Das Ohr dann einfach in ein Martiniglas voll mit Latex eintunken und an der Luft trocknen lassen. Die erste Schicht brauch circa eine Nacht zum trocknen. Alle Weiteren meist nur ein paar Stunden. Es reichen beim Ohr nur zwei Schichten. Das überschüssige Latex kann man jederzeit wieder zurück in den Behälter füllen.

  

Da das Kopfteil für mich zu groß zum Tunken war, habe ich es mit dem Latex einfach betupft. Dazu habe ich einen feinporigen Schwamm genommen. Durch das Tupfen bekommt die Oberfläche jedoch eine raue Struktur (ich werde beim nächsten Mal versuchen die Lekku über einer Wanne mit dem Latex zu übergiesen). Das Eintupfen wiederholt man bis die 500 ml aufgebraucht sind.

Sobald die letzte Schicht trocken ist kann man das Latex vom Kopf ziehen. Hier zeigt sich nun ob die Form stabil ist. Den Latexstrumpf im Anschluss sofort mit Talkum einreiben, denn sonst bleibt alles an dem Latex kleben. Nun stopft man den Latexstrumpf mit leichtem Füllmaterial aus. Je leichter desto besser. Ich habe die Spitzen meiner Lekku sogar leer gelassen und nur den oberen Teil mit Volumenflies/Polsterwatte ausgestopft.

    

Nun kann man die Lekku noch mit Acrylspray färben. Um die Haut etwas sonnengefärbt erscheinen zu lassen, habe ich mit einem helleren Ton (Rosa) von oben auf die Lekkus gesprüht. Die Befestigung der Lekku am Kopf ist jedoch suboptimal und auf Dauer sehr schmerzhaft, denn sie werden nur durch das Band gehalten, welches nach einigen Stunden extrem drückt. Inzwischen klebe ich mir das Kopfteil mit Hautkleber an der Stirn fest (von Lightning Cosplay abgeschaut) und lockere das Band etwas. Dennoch nur für wenige Stunden zu empfehlen.

Bei dem nächsten Kopfteil werde ich in das Latex um den Kopf herum Baumwollbänder einarbeiten, die das Gewicht auf den ganzen Kopf verteilen sollen (Tipp von Bettina Wurche)

 

Ich hoffe ich konnte ein paar Interessierte bei ihren eigenen Projekten inspirieren. Wir sind auch immer für Tipps dankbar! Einfach melden oder auf unserer Facebook-Seite schreiben.

Grüße Natascha

 

P.S.: Mein Kopf hat das Abziehen nicht überlebt crying

 

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